Statement:

Meine Skulpturen und anderen Arbeiten aus Material sind Auseinandersetzungen mit den Elementen körperhaften Seins. Sie existieren weniger zur Befriedigung einer ästhetischen Lust, sondern sind vielmehr auf der Suche dessen, was lebendig ist und lebendig sein lässt. Ferner beinhalten sie das Drama körperhaften Daseins, indem materiell Lebendiges stets begleitet ist von Erosion bzw. Verwandlung.

Insofern sind meine Skulpturen lebendig und tot, schmeichelnd und bedrohlich, labil und stabil.

Sie wollen nicht etwas Bestimmtes symbolisieren oder zeigen. Sie sind das, was sie sind. Nur das.

 

 

Näheres zu den Apfelmeisterinnen

Die Serie der "Apfelmeisterinnen": Sie tragen diesen Namen, da sie eine existenzielle Herausforderung gemeistert haben. Sie sind sogenannte Veredlungsstellen von Apfelbäumen aus intensiver Obstwirtschaft.

 

Die Veredlungsstelle, ist sie ein Wundmal, ein "Protestmal", ein Denkmal? Hier wurde eine gezüchtete Apfelsorte auf eine robuste Sorte gepfropft. Der "sensible" Apfelbaum wächst und bildet später die gewünschten Früchte, der robuste Baum wird gekappt und bildet die Wurzeln.

Eine Kulturtechnik und ein ziemlicher Eingriff in den naturgemäßen Kreislauf und Wachstumsverlauf des Baumes.

Das Ringen zu neuem Wachstum und zum "Funktionieren als Baum" wird sichtbar in der kuriosen Formbildung........

 

Auch wir sind durch viele "Kulturtechniken" erzogen, geschoben, gelenkt, verdreht, geleitet, gefördert ....... Wir müssen uns ständig neu (er)finden und justieren. So schaffen und formen wir uns selbst und unsere Umgebung.

 


rAusflug - august 2018

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